Arbatax und karibische Gefühle

Gestern ging es nach dem Frühstück mit dem Auto nach Arbatax. Das einstige Fischerdorf liegt nördlich von Bari Sardo und war bequem in rund 20 Minuten zu erreichen. Berühmt ist es für seine roten Klippen, die markant in die Bucht hineinragen. Ein großer Parkplatz befindet sich direkt davor, weshalb sie leicht erreichbar sind.

Nach ein paar Fotos spazierten wir noch am Hafen entlang, der allerdings nicht viel sehenswertes bot. Deshalb bogen wir bald an einem Schild ab, das einen nahen Aussichtspunkt verhieß.
Tatsächlich erreichten wir diesen wenig später nach ein paar Höhenmetern. Der Blick von dort reichte über eine schöne Felsenbucht, die per Stufen zu erreichen war. Einige Schnorchler tummelten sich bereits im Wasser.

Mir hatte es dagegen das weiter oben zu sehende Gipfelkreuz angetan. Während Anja und Dominik unten warteten, wollte ich unbedingt den kleinen Berg besteigen. Doch der Weg nach oben schien schon bald in einer Sackgasse zu enden. An einem verfallenen Gebäude ging es nicht weiter. Als ich schon enttäuscht umkehren wollte, entdeckte ich ein Loch im angrenzenden Zaun, durch das schon vorher Leute gestiegen waren. Kurzerhand tat ich es ihnen nach. Überraschenderweise kam ich kurz darauf auf einen vollständig ausgebauten Weg, der an einem fast fertig gestellten Gebäude weiter hinauf führte. Es schien, als seien die Arbeiten an einer touristischen Anlage kurz vor dem Abschluss einfach nicht weitergeführt worden. Fünf Minuten später erreichte ich das Gipfelkreuz und winkte Anja und Dominik zu. Der Lohn der Mühe war ein traumhafter Blick über die Bucht von Arbatax. Schnell ein paar Fotos, dann machte ich mich wieder an den Abstieg.

Zurück beim Auto fuhren wir los in Richtung unseres zweiten Ziels an diesem Tag: Marina di Cea. Der Reiseführer hatte einen 600 Meter langen Strand mit feinem weißen Sand und bewachsenen Dünen versprochen und er hielt Wort.
Wie schon in Tori di Bari war auch hier wenig los, das Meer sehr sauber. Am nördlichen Rand boten rote Felsen im Wasser einen schönen Anblick. Anders als am Strand unseres Hotels fiel der Meeresboden hier jedoch nicht steil ab, sondern blieb lange sehr flach –  ein klares Plus für Familien mit Kindern, die schon selbst ins Wasser wollen und können. Etwas nervig war der Wind, der am Nachmittag immer stärker wurde und das Aufstellen eines Sonnenschirms unmöglich machte. Wir haben es natürlich trotzdem probiert mit dem Effekt, dass der Papa dem davonfliegenden Schirm im Meer hinterherpaddeln musste.  Gut, dass wir noch unsere Strandmuschel dabei hatten. Wir werden sie wohl noch öfter brauchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.