Fazit

Jetzt ist es tatsächlich passiert: Nach zwei Wochen auf Sardinien haben wir unser Auto wieder wie hunderte andere auch im Bauch der Fähre geparkt – die Heimfahrt hat begonnen, der Urlaub ist zu Ende.
Die letzten Tage haben wir noch einmal voll ausgenutzt und die Buchten der Costa del Sud weiter erkundet. Dabei sind wir auf traumhafte Orte gestoßen, die mit ihren weißen Dünen und zauberhaft klarem Wasser Vergleiche mit der Karibik nicht scheuen müssen.
Wir haben bei unserem Besuch in Teulada, dem einzigen größeren Ort in der Umgebung auch festgestellt, dass nicht jedes Dorf im Süden eine Reise wert ist – angesichts der gebotenen Alternativen allerdings nur ein kleiner Makel.

Jetzt sitze ich hier auf der Fähre, starre auf den roten Teppichboden, der mit lustigen Krebstieren verziert ist und grüble über dem Fazit der vergangenen vierzehn Tage. Hat die Insel gehalten, was viele, die davon erzählt haben, versprochen haben? Ich würde sagen: ja! Aus mehreren Gründen:

1. Das Wetter
Gut, vielleicht hatten wir einfach nur Glück, aber außer an den An- und Abreisetagen hat es nie geregnet und fast immer sorgte die Sonne für sommerliche 25 Grad im Schatten. Genau richtig, damit der Sand sich am Mittag nicht in glühende Kohlen verwandelte und man dennoch den Drang nach Abkühlung verspürte. Von kühlen Nächten, die die Klimaanlage obsolet machten, nicht zu reden.

2. Die Strände und das Meer
Ganz klar, hier hat sich Sardinien sofort in unser Herz gespielt. Saubere, kilometerlange Strände, die dank Nachsaison kaum besucht waren, kleine, einsame Buchten: mehr geht nicht. Dazu das überall kristallklare Wasser. Viel, was für einen Urlaub in der Karibik spricht, fanden wir wenige Autostunden von Deutschland entfernt. Gerade für Kinder ein Paradies.

3. Die Unterkünfte
Sowohl unser erstes Hotel Baja Azzura in Bari Sardo wie auch das Hotel Spartivento in Chia gaben nicht viel Anlass für Kritik. Persönlich besser gefallen hat ins ersteres, was an der persönlichen, herzlichen Führung der Inhaberfamilie lag, die sich viel Mühe gegeben hat. Die Strände wiederum haben uns an der Costa del Sud mehr begeistert, ohne die Ostküste allerdings abwerten zu wollen. Näheres zu beiden Hotels folgt in einem extra Beitrag.

Klar geworden ist uns jedoch auch, dass für uns ein weiterer Aufenthalt auf Sardinien wieder nur in der Nachsaison in Frage kommt. Zu sehr ließ sich an den Hotspots erahnen, wie diese während der Saison frequentiert sind. Ob da der Sand vor lauter Handtücher und Liegen noch zu sehen ist, darf getrost bezweifelt werden. Dafür muss man aber in Kauf nehmen, dass die ein oder andere Trattoria schon geschlossen hat und auch im Hotel nur noch wenig geboten ist.

Sardinien ist eine Reise wert. Wir kommen wieder. Bis dahin: Arrividerci, bella!

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