Wandern: Tegelberg bei Füssen / Neuschwanstein inklusive

Sardinien steht vor der Tür, aber zuvor hieß es noch einmal die schönen Tage in der Heimat zu nutzen.
Unser Ziel: Der Tegelberg bei Füssen. Wem der Name kein Begriff ist, bei dem dürfte es zumindest bei Schloss Neuschwanstein klingeln. Wer hinauf zur Bergstation des Tegelbergs will, der kann den Weg durch die Pöllatschlucht vorbei am weltberühmten bayerischen Wahrzeichen nehmen. Genau das haben wir getan.

Los ging es am Parkplatz der Tegelbergbahn. Zuvor musste allerdings ein Parkticket gelöst werden: 2,50 Euro für vier Stunden. Für die Route, die wir uns ausgesucht hatten, waren auf den Schildern drei Stunden und 45 Minuten veranschlagt. Wir wollten das ganze allerdings wesentlich schneller bewältigen.

Nach 20 Minuten erreichten wir die Pöllatschlucht, durch die sich besonders am Wochenende unzählige Touristen schlängeln. Dementsprechend sicher ist der Weg mittlerweile gestaltet. Teils führen Eisenlaufstege am Fels entlang, teils geht man über betonierte Stufen. Nach weiteren 20 Minuten befanden wir uns auf der offiziellen Straße zum Schloss. Dorthin wollten wir nicht, weshalb wir nach links zur berühmten Marienbrücke abbogen.

Hielt sich der Andrang in der Schlucht noch in Grenzen, war an der Marienbrücke fast kein Durchkommen mehr. Diese hat sich wegen des einmaligen Blicks auf das Schloss Neuschwanstein als der Hotspot für ein Erinnerungsfoto etabliert. Vor allem Japaner scheinen ohne einen Schnappschuss keine Europareise für vollständig zu halten.

Auch ich konnte dem Ausblick nicht widerstehen, doch nach einem schnellen Foto ging es schnell weiter. Hinter der Marienbrücke leerte sich der schmale Weg, der zum Tegelberg führt, schnell. In Serpentinen, die an ihren Kehren ab und zu einen überwältigenden Blick auf die Schlösser und Seen der Umgebung bieten, ging es stetig hinauf. Dominik, der in der Manduka auf meinem Rücken untergebracht war, kommentierte unsere Wanderung lautstark.

Als wir den höchsten Punkt erreicht hatten, ging es nunmehr in luftiger Höhe durch schattigen Wald in Richtung Tegelberghaus. Irgendwann konnten wir über uns die Seilbahn sehen, für uns das Zeichen, dass es nicht mehr weit war. Noch ein paar steile Stufen hinauf, dann hatten wir es geschafft. Zweieinhalb Stunden hatten wir für den zügigen Aufstieg gebraucht.
Der Lohn: Eine fantastische Sicht auf das Alpenvorland und die startenden Gleitschirm- und Drachenflieger. Nach einer Brotzeit gönnten wir uns die Talfahrt in der Gondel – trotz des happigen Preises von knapp 12 Euro pro Person.

Weitere Informationen: www.tegelbergbahn.de

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