Wandern: Auf den Wallberg am Tegernsee

Der Sommer in diesem Jahr meint es nicht gut mit all jenen, die ihre Freizeit wie wir gerne im Freien verbringen. Regen, Regen und nochmal Regen schränkten die Ausflugziele in den vergangenen Wochen doch sehr ein. Das erklärt auch, warum es erst heute den nächsten Blog-Eintrag gibt. Am Sonntag hat das Wetter seit langem mal wieder ein Einsehen gehabt und mit immerhin 20 Grad und viel Sonne richtiggehend zum Wandern eingeladen.

Auch wir packten unsere sieben Sachen und machten uns frühmorgens auf in Richtung Tegernsee. Unser Ziel: der Wallberg bei Rottach-Egern. Mit 1772 Meter Höhe und rund 1000 Höhenmetern, die es zu Fuß auf  breiten Forstwegen und einfachen Wurzelwegen von der Talstation der Bergbahn hinauf zum Gipfel zu bewältigen gibt, zählt die Wanderung zur leichteren Sorte.

Da der Wallberg von München aus in kurzer Zeit per Auto zu erreichen ist und mit der Bahn eine Möglichkeit bietet, ohne große Anstrengungen hinauf zum Panorama-Restaurant zu kommen, wo sich ein herrlicher Blick über den Tegernsee bietet, gilt er als beliebtes Ausflugsziel. Das merkten auch wir schnell. Schon in der Früh war der Parkplatz an der Talstation gut belegt und auf dem Weg nach oben herrschte gut Betrieb.

WegweiserSorgen hatte uns im Vorfeld die Frage gemacht, ob der viele Regen in den letzten Tagen die Wege in eine rutschige Angelegenheit verwandelt hatte. Doch diese war unbegründet. Bis auf ein paar kleinere Stellen war auf der Strecke nicht viel zu merken von den niedergegangenen Wassermassen.

Blick auf den TegernseeMit Dominik in der Kraxe marschierten wir los. Der breite Kiesweg führte zu Beginn halbwegs steil bergauf, war aber gut zu gehen. Nach einer halben Stunde trennten sich Winter- und Sommerweg. Wir folgten ersterem, dankbar für den Schatten, den der Wald fast die ganze Zeit bot. Ab und zu konnte man den Tegernsee durch die Bäume spitzen sehen.Wurzelweg

Der Weg wurde nun enger, blieb aber trotz mancher Wurzel leicht
zu gehen. Mit unseren Bergschuhen waren wir fast schon overdressed. Viele Ausflügler, die uns überholten, wenn Dominik sich mal wieder die Füße vertreten wollte, hatten ganz auf Wanderequipement verzichtet und rückten dem Wallberg mit Turnschuhen zu Leibe.

Die erste Einkehrmöglichkeit auf der Wallbergmoosalm ließen wir rechts liegen. Eineinhalb Stunden später erreichten wir, mittlerweile auf breitem Forstweg unterwegs, das Wallberghaus. Von dort bot sich uns ein wunderschöner Blick auf den Setzberg, zu dem hier ein eigener Wanderweg abzweigte. Wir folgten links dem mittlerweile gut bevölkerten Weg hinauf zum Wallberg. Eine Viertelstunde später hatten wir es geschafft.

Alpenpanorama
Die Mühe hatte sich gelohnt. Unten bot der Tegernsee einen wunderschönen Anblick, oben zogen unzählige Gleitschirmflieger ihre Kreise am weißblauen Himmel, rundum zeigte sich ein überwältigendes Alpenpanorama. Auf der Wiese vor dem Panorama-Restaurant machten wir Rast, ehe die letzt Herausforderung anstand: Der Wallberg-Gipfel.

Mit Dominik in der Kraxe kraxelten wir mit zig anderen Leuten über die Felsen in Richtung Gipfelkreuz. Über manche Eltern, die ihre Kleinkinder in Ballerinas sorglos über die teils ziemlich steilen Felsformationen klettern ließen, konnten wir nur den Kopf schütteln. Nach zwanzig Minuten hatten wir dann auch die letzten Meter in der Karawane geschafft und genossen erneut einen atemberaubenden Ausblick.

Auf dem Wallberg-GipfelInsgesamt mit mehreren Pausen und gemächlichem Tempo hatten wir knapp vier Stunden für die Strecke gebraucht. Den Rückweg hinab schenkten wir uns und nahmen stattdessen die Bahn hinab – sehr zur Freude von Dominik, der schon den ganzen Weg nur von der Gondel geredet hatte.

Fazit: Eine einfache Wanderung, die bestens geeignet für Familien mit Kindern ist und bei gutem Wetter mit einem überwältigenden Ausblick belohnt.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.